Haus F II
Aufstockung und energetische Sanierung eines Wohnhauses von 1964.
Der Bestandsbau sollte erhalten bleiben und im Inneren so wenig wie möglich angetastet werden. Außerdem gab es zahlreiche Randbedingungen, wie zum Beispiel einen Bebauungsplan aus den 60er Jahren, der eine Traufkante von 4,00m und Eingeschossigkeit vorschrieb. In diesem Rahmen war ein üppiges Raumprogramm, mit einem Elternschlafzimmer, zwei Kinderzimmern und zwei Bädern zu errichten, ohne die Gartenfläche in Mitleidenschaft zu ziehen. Eine Bebauung des Vorgartens wurde durch eine Baugrenze ausgeschlossen. So blieb nur eine Realisierung des maximal möglichen Volumens oberhalb des Bestandsgebäudes.
Das zuvor zergliederte Gebäude wurde in seinen Formen radikal vereinfacht. Die energetische Sanierung des Untergeschosses und die neue Dachhaut wurden zu einer durchlaufenden Oberfläche verschmolzen, so dass ein klarer Körper entstand, aus dem sich nur das Wohnzimmer im Erdgeschoss wie eine Schublade herausschob. Dieser Körper wurde mit einer durchlaufenden Oberfläche aus Messingschindeln überzogen.